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Weltgebetstag 2020

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Steh auf und geh!

Weltgebetstag – 6. März 2020 – Simbabwe

„Ich würde ja gerne, aber…“ Wer kennt diesen oder ähnliche Sätze nicht? Doch damit ist es bald vorbei, denn Frauen aus Simbabwe laden ein, über solche Ausreden nachzudenken: beim Weltgebetstag am 06. März 2020.

Simbabwe, ein krisengeplagtes Land im südlichen Afrika

Zwischen den Flüssen Limpopo und Sambesi liegt das geschichtsträchtige Simbabwe mit einer Fläche von 390.757 qkm. Das Binnenland, das von Südafrika, Botswana, Sambia und Mosambik umgeben ist, liegt in der Savannenregion und ist ein Hochland mit Miombowald, Affenbrotbaum und Schirmakazie. Das hohe Gras ist Nahrungsgrundlage für zahlreiche Tierarten, das relativ milde Klima und die Regenzeit von November bis März sorgen für fruchtbaren Boden. Touristen können viele Attraktionen besuchen: die Victoriafälle, den Hwange- oder den Gonarezhou-Nationalpark und die monumentalen Ruinen von Groß-Simbabwe, der Hauptstadt eines frühen Reiches aus dem 11. bis 15. Jahrhundert, das dem Land seinen Namen gab. Denn Simbabwe bedeutet Steinhäuser.

Etwa 16 Millionen Menschen leben in Simbabwe, davon ca. 1,5 Millionen in der Hauptstadt Harare. Viele Kämpfe muss das Volk überstehen, um zu leben. Das Großreich Simbabwe war bekannt für Elfenbein, Gold, Kupfer und Diamanten. Doch genau diese Schätze führten dazu, dass das Land britische Kolonie (Südrhodesien) wurde. Der ausdauernde Kampf der Simbabwer und Simbabwerinnen führte 1980 zur Unabhängigkeit. Der Präsident Robert Mugabe führte das Land autoritär und wurde erst 2018 abgesetzt. Seit dem Jahr 2000 leidet die Bevölkerung unter einer Wirtschaftskrise. Auch der Klimawandel hinterlässt seine Spuren in dem Land im südlichen Afrika: Durch den Tropensturm „Idai“ (Frühjahr 2019) starben rund 300 Menschen in Simbabwe, Tausende haben alles verloren, Straßen und Gebäude in der betroffenen Region sind komplett zerstört.

Die Liturgie

Frauen aus Simbabwe haben für den Weltgebetstag 2020 den Bibeltext aus Johannes 5 zur Heilung eines Kranken ausgelegt: „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“, sagt Jesus darin zu einem Kranken. Jesu befähigt einen Menschen gesund zu werden, indem er etwas tut für die Veränderung, die Gott ihm anbietet. Diese Aufforderung gilt allen. Gott öffnet damit Wege zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung.

Das Titelbild zum Weltgebetstag

Die Künstlerin Nonhlanhla ‚Nonny’ Mathe drückt die Entwicklung Simbabwes im Übergang von der düsteren zu hellen Farbe aus: von den schwierigen Zeiten der Vergangenheit zur hoffnungsvolleren Zukunft. Im unteren Teil soll die Darstellung der fürsorglichen Beziehung zwischen Menschen und ihrem Verhalten das Thema Liebe, Heilung und Versöhnung illustrieren. Als Frau stellt sie in ihren Bildern gern Frauen in den Mittelpunkt um sie zu einem selbstbestimmten Leben zu ermutigen.

Nonny Mathe hat Malerei und Stoffdesign studiert und ist eine erfolgreiche und angesehene Künstlerin. Sie ist verheiratet und Mutter dreier Kinder. Ihr Atelier befindet sich in Simbabwes zweitgrößter Stadt Bulawayo.

Annette Tausch

Mitglied des Weltgebetstagskomitees

GOTTESDIENSTE

6. März

*15.00 Uhr: Kirche Maria Himmelfahrt, BettembourgÂ

*16.30 Uhr: Kirche Saint-Etienne, Differdange-Oberkorn 

*18.00 Uhr: Pfarrkirche Saint-Laurent, Grevenmache

*19.00 Uhr: Evangelische Gemeinde deutscher Sprache/Luxemburg-Belair

7. März

*18.30 Uhr: Kirche in Beckerich (mit behinderten-gerechten Zugang)

Kindergottesdienst

8. März

*10.45 Uhr: Pfarrzentrum Saint-Laurent, 2, place des Martyrs, Strassen

Titelbild WGT 2020